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Spendenlauf für unsere neue A-Wand

Auf dem Platz des Boxer-Klubs fand am 25. Oktober 2009 bei strahlendem Sonnenschein ein Agility-Spendenlauf für unsere neue A-Wand statt. Durch die wochenlange professionelle Vorbereitung war alles perfekt organisiert, aber der Regen vorher hatte den Rasen leider in eine ziemlich rutschige Fläche verwandelt, was bei den Läufen zu einigen Stürzen, glücklicherweise aber zu keinem richtigen Unfall führte.

 

Für die Verpflegung war wie immer bestens gesorgt: belegte Brötchen, Gulasch-Suppe, Mettenden mit Brötchen und eine Riesenauswahl an Kuchen und Torten. Ein großes Angebot an Hundezubehör und die Dienste einer Physiotherapeutin für das Wohlbefinden der Hunde bildeten den weiteren Rahmen für dieses Spaßturnier.

 

Ebenso schnell wie die Gulasch-Suppe waren auch die Tombola-Lose weg.

 

Ein kleines Kind, das sich den ganzen Tag lang unbefangen unter den ganzen Hunden bewegte, weinte dicke Tränen, weil es kein Los mehr bekommen konnte. Wulf hatte die letzten Lose ergattert, aber als er das sah, teilte er mit ihr und schenkte ihr eines seiner beiden Lose, die Tränen wurden sofort abgelöst von einem strahlenden Lächeln - verstärkt noch, als ihre Mutter ihr erklärte, dass ihre Losnummer 11 etwas gewonnen hatte!

 

Die 30 Starter waren außer in Größen auch in Profis und Anfänger aufgeteilt, und zeigten dann auf einem anspruchsvollen Parcours, der gestellt war von Richterin Kerstin Kaiser, ihr Können. Besonders beeindruckend war die Rentnergang - eine neunjährige Hündin und Celine, 11 Jahre alt, die mit Julia lief und den Jungen immer wieder gerne zeigt, wie es geht und welchen Spaß es machen kann, wenn man es einmal richtig gelernt hat.

 

Es war ein Spaßturnier, und so gab es sowohl bei den Profis als auch bei den Anfängern viele Pannen und Disqualifikationen, aber bei fast allen stand der Spaß im Mittelpunkt. Auch wenn sich Herrchen mal im Parcours verlief oder der Hund sich seinen eigenen Parcours suchte, sich im Tunnel umdrehte, oder ihn als Hindernis missverstand, oder ob die Sprungkombinationen in falscher Reihenfolge genommen wurden: Hundeführer, Hund und Zuschauer hatten trotzdem viel Spaß und freuten sich über das Miteinander.

 

Viel Spaß hatte auch ein Border Collie, der Agility mit Longieren verwechselt hatte und unentwegt große Kreise um den Parcours drehte.

 

Nach einigen Malen wurde dem aufgeweckten Hund das zu langweilig, und sie nahm ihre am Start liegende Leine mit, stolz und glücklich wie Oskar. Seine Freude wurde von seiner Besitzerin nicht ganz so geteilt, aber ihr und allen anderen, die in solchen Fällen enttäuscht oder sogar etwas wütend auf den Hund sind, würde ich gerne mitgeben, was eine Frau kürzlich schrieb, deren Hund auf einer bundesweiten Meisterschaft im Fährten nicht seine übliche Leistung gezeigt hatte: „Ob nun mit 100 Punkten oder mit 0 – mein Hund bleibt mein Hund. Es sind Tiere, und sie können noch so gut vorbereitet sein; manchmal geht es eben nicht. Was solls: es ist immer noch derselbe gute Hund, mit dem ich morgens los gezogen bin, und den ich lieb habe“.

 

Und so liefen denn auch alle Teilnehmer, mehr oder weniger gut, aber immer mit viel Freude am Miteinander von Mensch und Hund, ihre Parcoure.

 

Die Profis konnten ihr Können zeigen oder feststellen, woran sie noch arbeiten müssen, und den Anfängern gab es Gelegenheit, einmal Turnierluft zu schnuppern, mit allem was dazugehört an Emotionen! Den Abschluss bildete ein Teamlauf, bei dem jeweils zwei Mensch-Hunde-Teams zusammen starteten. Der erste Starter nahm einen Ball aus einem Eimer und lief die ersten 11 (leichteren) Hindernisse, deponierte den Ball wieder im Eimer, der zweite Starter übernahm den Ball und lief den Rest des Parcours. Besonders Spaß an diesem Teamlauf machten die Moderatoren Thomas und Julia, die nun, wenn sie nicht gerade selber am Start waren, anfeuerten und sich mitfreuten und die größte Mühe hatten, die Starter daran zu erinnern, den Ball aufzunehmen oder wegzulegen!

 

Dass der Tag ein solcher Erfolg war, daran haben viele mitgewirkt, sei es durch die immer auch notwendigen Vorbereitungs- und Aufräumarbeiten, die Bereitstellung der Verpflegung, die Durchführung der Tombola und der Kasse oder die Arbeit der Parcourshelfer und -bauer. Der größte Dank gebührt aber zweifelsohne Britta, die die meiste Arbeit mit der Organisation und der Durchführung hatte. Aber auch Thomas und Eva waren sowohl bei der Vorbereitung als auch während des Turniers selber ausgesprochen engagiert und motiviert und übertrugen diesen Enthusiasmus auf alle Beteiligten.

 

Zwischendurch lief übrigens Sabine, die 1. Vorsitzende von Boxer-Klub und Agility-Club-Wiesbaden, höchstpersönlich mit der Spendenbüchse herum und sammelte für die A-Wand, und war sich auch nicht zu schade, hinter der Theke mitzuarbeiten, Kaffee und andere Getränke auszuschenken, mit Kerstin die Bons einzulösen und wie immer allen mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Die Spendenfreude war übrigens groß an diesem Tag, und der Zweck der Veranstaltung – eine neue A-Wand – konnte erreicht werden!

 

Insgesamt war dieser Tag ein schöner Beweis für das Engagement der beiden Vereine ACW und Boxer-Klub Wiesbaden und für deren Kooperation.

 

Wir hoffen, dass die Teilnehmer und ihre Hunde genauso viel Spaß hatten wie die Helferinnen und Helfer der ausrichtenden Vereine. Diese wiederum wurden belohnt dadurch, dass das Wetter mitspielte und die Veranstaltung so einen großen Zuspruch gefunden hatte.

 

Astrid Sandhop

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Last Update: 23.01.2010